U19 Europameisterschaft



Deutschland und vier Löwen sind U19-Europameister, und an allen Toren
gegen Italien waren Sechziger-Spieler beteiligt. Lars Bender hatte in der 24.
Minute das 1:0 erzielt, Timo Gebhart bereitete das 2:0 durch Richard
Sukuta-Pasu vor (61.) und erzielte nach dem Anschlusstreffer von Raggio Garibaldi
(78.) zwei Minuten später per Kopf den 3:1-Endstand. Florian Jungwirth
hatte bereits in der 36. Minute Gelb-Rot gesehen.
 
Geballte Prominenz saß im Strelnice-Stadion in Jablonec auf der Tribüne:
DFB-Präsident Theo Zwanziger, Sportdirektor Matthias Sammer, die
Weltmeister Rudi Völler und Stefan Reuter, beide Geschäftsführer der Klubs, die
die meisten Spieler im deutschen U19-Team abstellten (Bayer Leverkusen 5,
1860 München 4). Das Löwen-Quartett Lars und Sven Bender, Timo Gebhart und
Florian Jungwirth stand - im Gegensatz zu den Bayer-Spielern - aber
komplett in der Anfangsformation.
 
Beinahe hätte eine Unachtsamkeit in der deutschen Hintermannschaft nach
knapp 180 Sekunden die Italiener in Führung gebracht. Björn Kopplin und
Torwart Ron-Robert Zieler waren sich nicht einig, wer den Ball im eigenen
Strafraum weg schlagen soll, Alberto Paloschi sprintete dazwischen, kam ans
Leder, doch sein Schuss aus acht Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei
(4.). Erstmals kam die DFB-Auswahl nach knapp einer Viertelstunde
gefährlich vors Tor der "Azzurris", aber bei Timo Gebharts 20-Meter-Schuss rutschte
ihm etwas der Ball über den Spann, sodass er einen Meter über dem
rechten Kreuzeck im Tor-Aus landete (15.). Auch die nächste Möglichkeit der
Deutschen besaß Gebhart. Nach einem Einwurf von der linken Seite verlängerte
Sven Bender an den zweiten Pfosten. Der Ball landete bei Gebhart, der aus
sechs Metern mit vollem Risiko draufhielt, aber deutlich verzog (20.). Vier
Minuten später das 1:0, ebenfalls eine Löwen-Co-Produktion. Gebhart war
vorm rechten Strafraumeck gedribbelt, legte ab auf Lars Bender, der zog aus
17 Metern mit links ab, traf unhaltbar für Keeper Vincenzo Fiorillo ins
linke obere Eck (24.). Es war bereits der zweite Turniertreffer des
19-Jährigen. Ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte in der Vorwärtsbewegung
von Marcel Risse an der Mittellinie brachte das deutsche Team in der 30.
Minute in Bedrängnis. Fernando Martin Forestieri überbrückte schnell das
Mittelfeld, passte von links in die Mitte auf Stefano Okaka Chuka, der drang
in den Strafraum ein, sein Zwölf-Meter-Schuss aus halblinker Position
wurde jedoch sichere Beute von Torhüter Zieler. Dann passierte dem deutschen
Kapitän Florian Jungwirth vom TSV 1860 ein doppeltes Malheur. Sowohl in
der 34. als auch in der 36. Minute foulte er Okaka Chuka. Da ihm
Schiedsrichter William Collum schon beim ersten Mal Gelb gezeigt hatte, sah er beim
zweiten Foul folgerichtig Gelb-Rot. Damit musste die deutsche Mannschaft 54
Minuten in Unterzahl überstehen. Bundestrainer Horst Hrubesch nahm sofort
einen taktischen Wechsel vor. Lars Bender, der diese Position schon bei den
Löwen gespielt hatte, rückte zurück in die Innenverteidigung und
übernahm die Kapitänsbinde von Jungwirth. Dennis Naki spielte in der
Nachspielzeit der 1. Halbzeit noch drei Italiener schwindelig. Sein
18-Meter-Rechtsschuss aus zentraler Position wurde jedoch leicht abgefälscht, streifte
dadurch knapp am rechten Pfosten vorbei. Das war auch gleichzeitig die letzte
nennenswerte Aktion vor der Pause.
 

Die Ausrichtung für die zweiten 45 Minuten bei der DFB-Auswahl war klar.
Richard Sukuta-Pasu als einzige Spitze, ansonsten versuchte es das deutsche
Team mit Kontern. Nach einem Freistoss von der rechten Seite, der geblockt
wurde, kam Gebhart erneut ans Leder, seine scharfe Hereingabe mit links
konnte Torhüter Fiorillo im Torraum gerade noch vor Sukuta-Pasu klären
(58.). Drei Minuten später ging die deutsche Taktik voll auf. Gebhart setzte
sich auf der linken Seite gegen zwei Italiener durch, passte in die Mitte
um freistehenden Sukuta-Pasu, der traf überlegt aus 15 Metern ins linke
untere Eck zum 2:0 (61.). Es war bereits sein dritter Treffer im dritten
Spiel. Fünf Minuten später musste der Torschütze zum 1:0, Lars Bender,
erletzungsbedingt den Platz verlassen. Für ihn kam der Freiburger Ömer Toprak
(66.). In der 69. Minute hatte Sukuta-Pasu sogar das 3:0 auf dem Fuß. Der
18-jährige Leverkusener lief alleine auf Italiens Keeper Fiorillo zu, sein
14-Meter-Schuss landete aber genau auf dem Torwart, der parierte (66.).
Drei Minuten später war der numerische Gleichstand wieder hergestellt.
Matteao Gentili, der vor der Pause schon Gelb gesehen hatte, fällte am
Mittelkreis Naki und sah ebenfalls Gelb-Rot (69.). Ganz überraschend schafften die
Italiener in der 78. Minute den Anschlusstreffer. Andrea Mazzarani kam auf
der rechten Seite zum Flanken, Okaka Chuka und Zieler stiegen im Torraum
um Ball hoch, der Keeper konnte das Leder jedoch nur abklatschen. Raggio
Garibaldi traf anschließend per Kopf zum 1:2 ins leere deutsche Tor. Die
Spannung hielt aber nur zwei Minuten. Dann markierte Gebhart das 3:1 (80.).
Naki hatte einen Freistoss von halblinks an den zweiten Pfosten geflankt,
Gebhart kam gegen Matteo Bruscagin aus dessen Rücken zum Kopfball, traf
unhaltbar für Fiorillo. Damit hatte der Löwe seine großartige Leistung
ekrönt, auch wenn er noch Gelb sah, weil er sich bei seinem ausgelassenen Jubel
das Trikot über den Kopf zog. In der 90. Minute nochmals eine
Konterchance fürs deutsche Team. Der eingewechselte Bastian Oczipka flankte von der
linken Seite in die Mitte, Gebhart pflügte den Ball aus der Luft, sein
Volleyschuss aus neun Metern konnte Fiorello mit einer tollen Parade gerade
och entschärfen. Dann war Schluss!

Deutschland ist U19-Europameister 2008. Das war der erste Nachwuchserfolg
nach 16 titellosen Jahren. Nach dem Abpfiff stürmte Kapitän Florian
Jungwirth sofort auf seinen 1860-Kollegen Timo Gebhart zu, warf sich auf den
Torschützen zum 3:1. Danach folgten alle anderen. Zwei Löwen-Tore im Finale,
dazu der Assist von Gebhart zum zweiten Treffer - auch ein Erfolg der
guten Nachwuchsarbeit des TSV 1860 München. Florian Jungwirth durfte den
Europameisterschaftspokal in Empfang nehmen. Danach ertönte das obligatorische
We are the Champions".


Stimmen zum Spiel Bundestrainer Horst Hrubesch sprach seinem Team ein
Riesenkompliment aus. "Die Jungs haben alles gegeben. Wir hatten fünf Spiele
und haben alle fünf dominiert. Deshalb haben wir verdient den Titel
gewonnen", so der 56-Jährige. Sein Kommentar zur 16 Jahre andauernden
Durststrecke. "Wir waren einfach dran. Irgendwann mussten wir mal gewinnen. Für die
Jungs ist es ein Titel für die Ewigkeit, darüber werden sie noch in 50
Jahren reden." Es sei aber auch eine Auszeichnung "für die hervorragende
achwuchsarbeit in ganz Deutschland". Hrubesch bedankte sich deshalb auch bei
en Vereinen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Der Platzverweis gegen mich war berechtigt", übte Kapitän Florian
Jungwirth keinesfalls Kritik am Schiedsrichter. "Wie sich die Mannschaft danach
eingesetzt hat, verteidigt und immer wieder vorne ihre Chancen gesucht hat,
das war schon wirklich überragend." Der Karlsfelder, der am Sonntag mit
en anderen Löwen nach München zurückkehren wird, kündigte eine
ausgiebige Feier an.

"Auch wenn wir den Erfolg erst in ein paar Tagen erst realisieren werden,
sind wir überglücklich und stolz, als Europameister nach Deutschland
zurückzukehren", sagte Sven Bender. "Wir hatten uns von Anfang an vorgenommen,
das Turnier zu gewinnen. Und wir wussten, dass wir eine gute Mannschaft
haben und es nur an uns selbst liegt, ob wir den Titel gewinnen."

FB-Präsident Dr. Theo Zwanziger gehörte zu den ersten Gratulanten: "Ich
gratuliere Horst Hrubesch und seinem Team zu diesem großartigen Erfolg.
Die Mannschaft hat außergewöhnliches geleistet und ein Zeichen für die
rofessionalität und Qualität unserer Nachwuchsarbeit und Eliteförderung
gesetzt. Es ist schon ein außergewöhnlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass
wir 16 Jahre darauf warten mussten."


U19-EM-Finale 2008
Deutschland - Italien 3:1 (1:0)

DFB-Team: Zieler - Diekmeier, Jungwirth, Reinartz, Kopplin - Risse (39.
Latza), Sven Bender, Lars Bender (66. Toprak), Naki (89. Oczipka) - Gebhart,
Sukuta-Pasu.

Italien: Fiorillo - Darmian, Gentili, Tagliani, Bruscagin - Poli (46.
onaventura), Mazzarani, Forestieri, Raggio Garibaldi - Paloschi (59.
Zamblera), Okaka Chuka.

Tore: 1:0 L. Bender (24.), 2:0 Sukuta-Pasu (61.), 2:1 Garibaldi (78.), 3:1
Gebhart (80.).
Gelbe Karten: Gebhart - Bonaventura, Fiorillo, Tagliani.
Gelb-Rote Karte: Jungwirth (36.) Gentili (69.).
Zuschauer: 2.000 Strelnice-Stadion in Jablonec.
Schiedsrichter: William Collum (Schottland).



Ehrung für die besten Nachwuchsspieler

Am Rande des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden ist am Mittwochabend die Fritz-Walter-Medaille für die besten Nachwuchsspieler verliehen worden. Die Ehrung lief von vielen unbemerkt ab, im Mittelpunkt standen die Stars von morgen. Ein Zwillingspaar vom TSV 1860 München hätte das Zeug dazu.

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Beim Freundschaftsspiel des TSV 1860 München gegen den FC Bayern München rieb sich so mancher Zuschauer verwundert die Augen, als Löwen-Coach Walter Schachner in der 81. Minute einen B-Jugendlichen auf das Feld schickte. Wenige Sekunden später leitete der 17-jährige Mittelfeldspieler mit einem öffnenden Pass auf die linke Seite den Angriff ein, der zum 3:0 für die Löwen und zur Demütigung des Rekordmeisters führte. Bei dem B-Jungendlichen handelte es sich um Sven Bender, der in Gelsenkirchen mit der Fritz-Walter-Medaille für den Jahrgang 1989 in Bronze geehrt wurde. Sein Zwillingsbruder Lars erhielt dieselbe Auszeichnung in Gold. Der Titel als "Nachwuchsspieler der Saison" wurde den beiden Talenten als Anerkennung für ihre Leistung in der U17-Nationalmannschaft und ihr Verhalten neben dem Spielfeld verliehen.

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von links: Matthias Sammer, Lars Bender, Marko Marin (Borussia Mönchengladbach), Sven Bender und Horst Hrubesch

Bernd Stöber über Sven Bender: „Sven ähnelt seinem Bruder Lars insofern als er auch hochgradig mannschaftsdienlich spielt. Allerdings hat er keine spektakuläre Aktionen in seinem Spiel, man lernt ihn erst zu schätzen, wenn man ihn einige Spiele beobachtet hat. Seine Stärke liegt darin, dass er viel vorausahnt. Er ist wichtig für die Mannschaft, weil er den Spielern den Rücken frei hält, die risikoreich spielen. Deswegen ist er auf der zentralen, defensiven Position im Mittelfeld so gut aufgehoben. Seine Leistungen basieren auf einer sehr guten technischen Ausbildung. Allerdings wünscht man sich, dass er manchmal ein bisschen offensiver agiert. Hervorzuheben ist auch noch, dass er und sein Bruder über eine hohe Eigenmotivation verfügen.“


Meister mit der B-Jugend

Am 3. Juni 2006 gewann Sven Bender mit der
B-Jugend des TSV 1860 München gegen
Borussia Dortmund mit 2:0 (1:0) im Jahn- Stadion die Meisterschaft. Das war der erste nationalen Titel der Löwen im Nachwuchsbereich. Erfolgscoach Wolfgang Schellenberg über den Mittelfeldspieler Sven Bender:

"Durch sein strategisches Denken war Sven für mich zusammen mit seinem Bruder ein sehr wichtiger Spieler.

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mit denen ich mich immer wieder abgesprochen habe. Zudem schaffte
er in dieser Saison den Sprung in die U17-Nationalmannschaft."

Er kann ein Spiel lesen und führen, arbeitet zudem unheimlich für die Mannschaft. Durch seine Kopfballstärke ist er für die Position vor der Abwehr prädestiniert. Er ist einer der Spieler,
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U17 glückt Titel-Hattrick

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Zum dritten Mal in Folge holte
Wolfgang Schellenberg mit den B-Junioren des TSV 1860 den Titel
des Bayerischen Hallenmeisters an
die Grünwalder Straße. Nachdem
die A-Junioren bereits letzte Woche gewannen, komplettierte die U17
den Vereinserfolg zum Jahresbeginn
für die Münchner Löwen, die erstmals
in beiden Altersklassen siegten. In der Dingolffinger Sporthalle
Höll-Ostbeherrschten
vor knapp 500
Besuchern, beherschten die Löwen zunächst in der Vorrunde ihre Gegner beinahe nach Belieben-


 

Gruppenspiele:
TSV 1860 2:0 1.FC Nürnberg
TSV 1860 3:0 Eintracht Bamberg

TSV 1860 4:0 FC Augsburg


Halbfinale:
TSV 1860 1:0 Greuther Fürth


Finale:
TSV 1860 3:2 Wacker Burghausen

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Die Löwen-U17 wurde somit souverän Bayerischer Hallenmeister 2005 und krönte damit eine überragende Hallensaison. "Nach den Erfolgen in den hochkarätig besetzten Hallenturnieren in Wiesentheid und Montabaur war dies bereits der dritte große Erfolg, den die U17 errang" so Wolfgang Schellenberg.

TSV 1860: Rössl, Sikanja, Ratei, Eberlein, Nsereko, Kinigadner, Lars Bender, Baumgartlinger, Jungwirth, Fries, Sven Bender, Rösch

Saison 2009/2010

Hinrunde:
Borussia Dortmund - 1. FC Köln 1 : 0
Hamburger SV - Borussia Dortmund 4 : 1
Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 1 : 1
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1 : 1
Borussia Dortmund - FC Bayern München 1 : 5
Hannover 96 - Borussia Dortmund 1 : 1
Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0 : 1
Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 0 : 1
Borussia Dortmund - VfL Bochum 2 : 0
Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund 1 : 1
Borussia Dortmund - Hertha BSC Berlin 2 : 0
SV Werder Bremen - Borussia Dortmund 1 : 1
Borussia Dortmund - FSV Mainz 05 0 : 0
TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund 1 : 2
Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 4 : 0
VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 1 : 3
Borussia Dortmund - SC Freiburg 1 : 0

Rückrunde:
1. FC Köln - Borussia Dortmund 2 : 3
Borussia Dortmund - Hamburger SV 1 : 0
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 4 : 1
Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 2 : 3
FC Bayern München - Borussia Dortmund 3 : 1
Borussia Dortmund - Hannover 96 4 : 1
FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2 : 1
Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 3 : 0
VfL Bochum - Borussia Dortmund 1 : 4
Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 3 : 0
Hertha BSC Berlin - Borussia Dortmund 0 : 0
Borussia Dortmund - SV Werder Bremen 2 : 1
FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 1 : 0
Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim 1 : 1
1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 2 : 3
Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 1 : 1
SC Freiburg - Borussia Dortmund 3 : 1
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c/o Borussia Dortmund
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